Leberkrebs (Leberzellkarzinom)
Der Leberkrebs (das Leberzellkarzinom, hepatozelluläres Karzinom HCC) entwickelt sich aus den Zellen des sog. Leberparenchyms. Dabei handelt es sich um hochspezialisierte Leberzellen, welche die eigentliche Funktion der Leber gewährleisten.
Leberkrebs ist eine seltene Krebserkrankung. Die Deutsche Krebsgesellschaft schätzt, dass pro Jahr rund 6.000 Menschen in Deutschland an Leberkrebs erkranken. Weltweit steht der Leberzellkrebs an fünfter Stelle der Krebserkrankungen. Jedes Jahr erkranken 500.000 – 1000.000 Menschen an Leberkrebs. Besonders hoch ist die Inzidenz in asiatischen und afrikanischen Ländern.
Es ist davon auszugehen, dass die Zahl der jährlichen Neuerkrankungen auch in Deutschland ansteigen wird. In den vergangenen 20 Jahren hat sich die Prävalenz der Leberkrebserkrankungen z. B. in anderen Staaten Europas oder den USA verdoppelt. Dies ist höchstwahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass sich in den Jahren von 1960 bis 1990 viele Menschen mit Hepatitis-C infizierten. Diese Erkrankung gilt nach heutigem Wissensstand als einer der wesentlichen Risikofaktoren für das Entstehen von Leberkrebs. Leberzellkrebs tritt bei Männern ungefähr zwei- bis dreimal häufiger auf als bei Frauen.