Risikofaktoren und Entstehung von Leberkrebs
In rund 60 bis 80 % aller Fälle ist die Ursache für den Leberkrebs (Leberzellkrebs) eine irreversible Schädigung der Leber (sog. Leberzirrhose). Bei einer Leberzirrhose – oder auch Schrumpfleber – kommt es im Verlauf mehrerer Jahre zur einer Vernarbung der Leber, die durch den Untergang von Leberzellen hervorgerufen wird. Dieser Vorgang kann z. B. durch eine Infektion mit dem Hepatitis B- bzw. C-Virus ausgelöst werden. Weitere Faktoren, die u. U. zur Entstehung einer Leberzirrhose und damit zu Leberkrebs führen können, sind Alkoholmissbrauch, bestimmte Schimmelpilzgifte (sog. Aflatoxine), Erkrankungen wie Diabetes mellitus oder die erblich bedingte Eisenspeicherkrankheit Hämochromatose sowie Medikamente, die Sexualhormone enthalten.
Einige dieser Risikofaktoren lassen sich beeinflussen, d. h. das Risiko an Leberkrebs zu erkranken kann durch bestimmte Vorsichtsmaßnahmen gesenkt werden. Durch einen maßvollen Alkoholgenuss kann jeder Mensch das Risiko einer Leberschädigung senken. Vor einer Hepatitis B-Infektion schützt eine Impfung bestmöglich. Gegen den Erreger von Hepatitis C gibt es zzt. noch keinen Impfschutz. Die Behandlungsmöglichkeiten bei chronischer Hepatitis C haben sich jedoch in den letzten Jahren verbessert. Verschiedene Vorsorgemaßnahmen zum Schutz vor einer Leberschädigung können auch bei angeborenen Erkrankungen wie der Hämochromatose ergriffen werden. Wichtig ist in diesem Fall jedoch eine frühestmögliche Diagnose der Erkrankung.
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